Kurioses vom Erlangener Poetry Slam by Jan Siegert

Zehn kuriose Fakten zum Erlanger Poetry Slam

  1. Der jüngste Poet beim Erlanger Slam war 15 Jahre alt, die älteste Poetin 84 Jahre.
  2. Der erste Erlanger Slam (Januar 2002) dauerte fünf statt der ursprünglich geplanten drei Stunden und hatte somit zwei Stunden Überlänge. Von der Zuschauerzahl her war er in extremer Weise überfüllt, da man nicht daran gedacht hatte einen Einlassstopp zu verhängen.
  3. Gewinner des 1. Slams waren die Bamberger Dichterin Nora Gomringer und der inzwischen äußerst erfolgreiche Kabarettist Matthias Egersdörfer (www.egers.de), den man heute unter anderem in der ARD-Sendung „Scheibenwischer“ bewundern kann.
  4. Bei der erneut völlig überfüllten Jubiläumsshow zum 5. Geburtstag des Erlanger Slams im Januar 2007 schafften es die Zuschauer erstmals, die gesamten Biervorräte des E-Werks leer zu trinken. Dies war übrigens die einzige Show in der Geschichte des EPS, an der Moderator Jan Siegert krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte und durch den Berliner Slamveranstalter Wolfgang Hogekamp vertreten werden musste.
  5. Der mit insgesamt 90 Zuschauern schlechtbesuchteste Slam fand am 13.6.2004 statt – parallel zum Fußballspiel England gegen Frankreich während der EM 2004!

  6. Der bisher prominenteste Slamteilnehmer, der kein hauptberuflicher Künstler ist, war der derzeitige bayrische Innenminister Joachim Herrmann (anlässlich des Slams zur Feier des 25-jährigen E-Werk-Jubiläums).
  7. Insgesamt viermal bisher wurde versehentlich der Feueralarm im Backstage-Bereich der Kellerbühne (dort halten sich die Gastpoeten auf) ausgelöst. Dies geschieht immer dann, wenn man mit Gewalt versucht die Tür zu öffnen, welche vom Backstage-Bereich in das Bierlager des E-Werks führt. Daher wird dieser Alarm auch „Bieralarm“ genannt.
  8. Die für Erlangen ins Rennen gegangenen Vertreter bei den jährlichen deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften haben bis dato überdurchschnittlich erfolgreich abgeschnitten: 2003, 2005, 2006 und 2007 erreichten sie die Finalendrunde.
  9. „Wort ab – das Magazin zum Erlanger Poetry Slam“, die 2002/2003 von Heidi Kis entworfene, erste Anthologie zur Veranstaltungsreihe, war dermaßen progressiv gelayoutet, dass Frau Kis unmittelbar nach Erscheinen des Magazins als Designerin von Adidas verpflichtet wurde. Was Printmedien angeht, setzt die schon lang vergriffene Anthologie bis heute Maßstäbe in der deutschen Slamszene – leider aber hat Heidi Kis durch ihr berufliches Arbeitspensum keine Zeit mehr, eine zweite Ausgabe zu kreieren.
  10. Vor einigen Jahren wurde die Homepage des Erlanger Slams durch einen Hackerangriff demoliert und das komplette Archiv ging verloren. Inzwischen wurde ein neues mp3-Archiv aufgebaut, das in Sachen Slam zu den größten Audioarchiven Europas gehört.

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