Datenschutz im WordPress Standard Theme Twenty Thirteen

Voller Stolz habe ich ja gestern hier mein neues Design im Blog vorgestellt. Bei der Seite hier handelt es sich ja um einen WordPress-Blog mit dem brandneuen Standard- Theme Twenty Thirteen.

Soweit so gut, doch beim näheren Untersuchen des Quellcodes habe ich festgestellt, dass die Schriftarten extern über Google-Fonts eingebunden werden.

Das ist eigentlich gar keine schlechte Sache weil

  • …die Website so auf jedem Rechner / Smartphone / Tablet gleich aussieht
  • …es wirklich schöne Schriftarten frei verfügbar dort gibt
  • …weniger Traffic von der eigenen Webseite erzeugt wird
  • …durch externe Abfragen paralleles Laden der Inhalte möglich ist, was wiederum den Seitenaufbau beschleunigt

Also technisch und visuell ist nichts gegen Google-Fonts einzuwenden

ABER:

Das Problem ist, dass dadurch unbemerkt vom Besucher der Webseite Anfragen an google.com in die USA gestellt werden.
Dabei werden die IP-Adresse, das Herkunftsland, das verwendete Betriebssystem und der Browser übermittelt.

Wenn man selbst aktiv Google-Dienste nutzt, wie z.B. GMail oder Google+ ist es für Google kein Problem mehr, die verwendet IP einem bestimmten Nutzer zuzuordnen.

Nun, davon kann man ja halten was man will, also nicht jeder findet das schlimm, aber das Grundproblem ist und bleibt, dass diese Daten ohne Wissen der Nutzer einfach so übertragen werden. Da hilft auch meines Erachtens keine Datenschutzerklärung auf den Webseiten, denn da hat man ja schon zuvor unbemerkt seine Daten übermittelt.

Diese ganze Problematik betrifft übriges nicht nur Google. Es gibt zahllose andere Beispiele, wie z.B. das Einbinden einer Facebook-App oder von Gefällt-Mir Buttons auf seinem Blog oder das Benutzen von Gravatars.

Was also tun?

Am besten ist man verwendet keine Plugins oder Anwendungen, die über Fremdserver Daten aus dem Ausland beziehen.

Im Falle meines Problems mit den Google-Fonts im WordPress Standard-Theme bin ich auf der Seite http://www.quadhead.de/surfin-nsa-externes-hosting-vermeiden-um-daten-zu-schutzen/ fündig geworden. Dort gibt es einen Code-Snippet, den man als Plugin in seinen WP-Blog einbauen kann. Wenn ihr das nicht selber machen wollt, könnt ihr das Plugin hier herunterladen und in euren Blog einbauen: removegooglefonts

Viel Spaß damit und weiterhin datenschutzkonformes Surfen wünscht

Bremmo

2 Gedanken zu „Datenschutz im WordPress Standard Theme Twenty Thirteen

    1. Grade erst gesehen, aber trotzdem die Antwort:

      Ich möchte einfach nicht, dass meine (zugegebenerweise nur wenigen Nutzer) der Website gezwungen werden auf Google-Ressourcen zurückverfolgt zu werden. Hier geht’s ja unter anderem auch um Kriegsdienstverweigerung und da möchte evtl. nicht jeder gleich im Raster landen 😉

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